LANDESSPRACHEN WIE WEITER? (2006)

Ungelöste Sprachenfrage an den Urner Schulen - "Es wird wieder trendy, Italienisch zu lernen"
Seit einem Jahr lernen im Kanton Uri die Primarschülerinnen und Primarschüler ab der dritten Klasse Englisch als einzige obligatorische Fremdsprache. Zuvor stand zehn Jahre lang Italienisch auf dem Lehrplan. Haben die Landessprachen in der Schweiz eine Zukunft? Welches Fremdsprachenmodell setzt sich durch, und was ist in dieser Hinsicht vom neuen Bildungsartikel zu erwarten? Ein Gespräch in Altdorf.
Von Karl Wüst

Das Englisch-Projekt im Kanton Appenzell Innerrhoden - "Wir müssen tun, was für uns sinnvoll ist"
Seit fünf Jahren ist an den Primarschulen im Kanton Appenzell Innerrhoden Englisch Trumpf. Ein Besuch im Schulhaus Schlatt.
Von Karl Wüst

Franz Aebischer: engagierter Deutschfreiburger - Vom Umgang der Minderheit mit der Minderheit
Was für die sprachlichen Minderheiten in der Eidgenossenschaft selbstverständlich ist, muss von den deutschsprachigen Freiburgern in ihrem Kanton immer neu verteidigt werden. Ein Kämpfer für die Rechte dieser Minderheit ist der Poet und Naturbestatter Franz Aebischer.
Von Beat Sterchi

Vielsprachigkeit bei den SBB Unter einem Dach sprechen, comprendre, parlare
Die SBB sind ein fahrendes Spiegelbild der Nation und praktizieren die Vielsprachigkeit im Umgang mit dem Volk. Mit dem Pilotprojekt "Comunika" müssen nun auch Führungskräfte der Bahn vermehrt Landesprachen büffeln.
Von Roland Maurer

Deutschschweizer Studierende in der Westschweiz - Abenteuer ennet des Röstigrabens
Dem Bedauern über den Verlust der Verständigung zwischen deutscher und welscher Schweiz steht ein wenig beachtetes Phänomen entgegen: Immer mehr junge Menschen aus der deutschen Schweiz studieren in der Romandie. Zwei junge Leute geben Auskunft.
Von Marianne Biedermann

Rumantsch Grischun als neue Schulsprache in Graubünden - Die Pioniere vom Val Müstair
Obwohl heftig umstritten, wird die Kunstsprache Rumantsch Grischun an den Schulen in Romanischbünden eingeführt. Die Vorreiterrolle hat das periphere Val Müstair übernommen.
Von Frank von Niederhäusern

Die Sprachpolitik des Schriftstellerverbandes - Zwischen ansässigen und zugeflogenen Landessprachen
Die obersten Kulturverantwortlichen in diesem Land wollen eine viersprachige Schweiz; der von ihnen subventionierte Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller hat ganz andere Ideen.
Von Willi Wottreng

Studien- und Informationsgruppe "Coscienza Svizzera" - "Die brennenden Fragen vorwegnehmen"
Die Studien- und Informationsgruppe "Coscienza Svizzera" macht sich für die Pflege der Landesprachen stark und möchte das Bewusstsein für Gegenwartsfragen der Schweiz schärfen. Ein Besuch beim Präsidenten Fabrizio Fazioli und dem Linguisten Alessio Petralli.
Von Roland Maurer

Theaterlexikon der Schweiz - Vier Sprachen, vier Welten, ein Buch
Alle vier Landessprachen friedlich zwischen zwei Buchdeckeln vereint ­ dieses Kunststück hat die Redaktion des 2005 erschienenen Theaterlexikons der Schweiz vollbracht. Ein rückblickender Werkstattbericht.
Von Ursula Binggeli

Frühenglisch in Nidwalden - "Die Meinungen waren schnell gemacht"
Im Kanton Nidwalden hat der Landrat vergangenen Herbst das Französisch aus der Primarschule verbannt und dem Englischen den Vorzug gegeben. Eine Spurensuche nach den Gründen.
Von Ursula Binggeli



Schweizer Feuilleton-Dienst (sfd)