SPRACHSPRÜNGE - KULTURSPRÜNGE (2008)

Lebensnaher Sprachunterricht im Kanton Jura - Der Schulweg führt über den Röschtigraben
Der Kanton Jura, vormals strikt gegen jegliche Germanisierung, geht heute mit seiner deutschsprachigen Minderheit vorbildlich um. So besuchen die Kinder von Ederswiler die Schule in Movelier, wo sie Französisch, aber auch Deutsch lernen.
Von Bruno Rauch

Walliser Lyriker und bildender Künstler Rolf Hermann - Wahrnehmungssprünge, verdichtet und collagiert
Er ist Lyriker und bildender Künstler, 35jährig, stammt aus Leuk-Susten (VS) und lebt in Biel (BE). Wallisertiitsch, Hochdeutsch und Englisch sind Rolf Hermanns Heimat, Literatur seine Passion, Collagen zu fabrizieren sein Lieblingsspiel.
Von Roland Maurer

Die Zürcher Gemeinde Schlieren setzt auf Integration - "Nur wer unsere Sprache spricht, kann sich integrieren"
In Schlieren leben 42 Prozent Ausländerinnen und Ausländer. Das ist der höchste Anteil im Kanton Zürich. Die Gemeinde setzt daher auf Achtung und Toleranz, in den Schulen wird Integration gross geschrieben. Ein Augenschein.
Von Karl Wüst

Nonverbale Missverständnisse zwischen den Kulturen - Mit Händen und Füssen im Fettnäpfchen
In der Privatindustrie weiss man es schon lange: Im Umgang mit Angehörigen fremder Kulturen ist die Sprache das kleinste Problem. Die richtig grossen Fettnäpfchen sind nonverbaler Natur. Auch bei den Behörden und im Gesundheitswesen ist man sensibilisiert.
Von Irene Widmer

Kulturvermittlerin Chaorong Tang - "Wenn es um Geschenke geht, wirken Schweizer megageizig"
Als sie vor fünfzehn Jahren in die Schweiz kam, arbeitete sie in Chinarestaurants im Service. Heute berät Chaorong Tang Firmen wie Calida oder Lonza in interkulturellen Fragen - damit deren Kaderleute bei Kontakten mit Geschäftspartnern aus dem Reich der Mitte nicht von einem Fettnapf in den andern treten.
Von Ursula Binggeli

Bei der Stadtpolizei Zürich sind Sprachkenntnisse von Nutzen - Auf Patrouille mit Uno 44
Vorbei die Zeiten, da ein Wachmeister Studer in behäbigem Berndeutsch mit seinen Kunden parlieren konnte. Heute stammen die Menschen, mit denen die Polizei zu tun hat, aus der ganzen Welt. Unterwegs mit einer Patrouille der Stadtpolizei Zürich.
Von Willi Wottreng

Bündner Schriftsteller Vincenzo Todisco - Sprachenmix wie in einer Waschmaschine
Im Hause bei den Eltern war für ihn Italien, draussen auf der Strasse die Schweiz. So pendelt der Bündner Schriftsteller Vincenzo Todisco seit seiner Kindheit stets zwischen mehreren Sprachen und Welten.
Von Roland Maurer

Zu Besuch im Internationalen Opernstudio in Zürich - Dido und Aeneas lieben Fondue
Die jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios tun gut daran, nicht nur ihre Stimmbänder und ihre schauspielerische Ader zu schulen. Sich mit fremden Kulturen und Sprachen auseinanderzusetzen, ist ebenso wichtig, um für den internationalen Kulturbetrieb gerüstet zu sein.
Von Bruno Rauch

"Bun di" statt "Grüss Gott" - Die bayerische Pfarrerin Brigitte Fuchs predigt im Unterengadin
Sie stammt aus Mittelfranken und steht auf den Kanzeln des Unterengadins. Doch Pfarrerin Brigitte Fuchs hat nicht nur Land und Kulturraum gewechselt, sondern auch die Sprache.
Von Frank von Niederhäusern

Türkischer Hochzeitsfotograf in Basel - Ein Künstler ohne Kundschaft
Früher verewigte er mit seiner Kamera Hunderte von türkischen Hochzeiten in Basel. Heute weiss der Fotograf nicht, wie es weitergehen soll. Der Siegeszug der Digitalkamera bedeutet das Aus für die Tradition der kunstvoll kitschigen Hochzeitsfotografie. Ein Kulturschock und seine Folgen.
Von Ursula Binggeli

Theaterprojekt mit Immigranten und anderen Bernern - Samba Tanzen zum Schottisch
Mit "Charta von Bern", einem Theaterprojekt mit Immigranten und anderen Bernern, hat das Stadttheater Bern seine unter dem Motto "Fremde" stehende Saison 2007/08 abgeschlossen. Die Erwartungen wurden tief gehängt, die Platzzahl beschränkt und nur drei Vorstellungen angesetzt. Und bis kurz vor Schluss sah es tatsächlich nicht nach einem Erfolg aus.
Von Irene Widmer



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