DOKUFILM SCHWEIZ (2014)

Roman Vital: "Die Verschärfung des Asylrechts hat mich beunruhigt"
Der 1975 in Arosa geborene Roman Vital versteht sich als "Türöffner zwischen Welten und Kulturen". Sein Film "Life in Paradise – Illegale in der Nachbarschaft" erzählt über das Ausreisezentrum "Flüeli" in Valzeina GR und wie die Bevölkerung darüber denkt.
Von Karl Wüst

Andrea Leila Kühni: "Ich mag es, loszugehen und Bilder zu sammeln"
"Meine Arbeit gleicht der einer Skulpteurin. Ich gehe von einem Baumstamm aus, ich beginne zu schnitzen, um zu schauen, was für eine Gestalt sich daraus entwickelt", sagt die 1970 in Burgdorf geborene Andrea Leila Kühni. Sie ist Autorin des Dokumentarfilms "Antiquar am Hirschengraben".
Von Beat Mazenauer

Sandra Gysi: "Einen Film zu machen ist eine Form von Besessenheit"
Die Zürcher Filmemacherin Sandra Gysi pendelt zwischen den Ländern am Nil und der Schweiz, eine aufmerksame Beobachterin der arabischen Welt und der dortigen gesellschaftlichen Entwicklungen. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Situation der Kulturschaffenden im Sudan.
Von Ursula Binggeli

Ufuk Emiroglu: "Fragen nach der Identität werden immer komplexer"
Im Frühling 2013 herrscht Aufruhr in Istanbul: Inmitten der Unruhen rund um den Gezi-Park ist an ein reguläres Kulturleben nicht zu denken. In ebendieser Situation erfährt der erste Kinofilm von Ufuk Emiroglu seine Weltpremiere. Ein "magischer Moment" in der Karriere der 1980 geborenen Filmemacherin.
Von Serge Kuhn

Aya Domenig: "Wegzuschauen ist einfacher"
Im Dokumentarfilm "Als die Sonne vom Himmel fiel" folgt Aya Domenig, Jahrgang 1972, den Spuren ihres verstorbenen Grossvaters, der als Arzt die Opfer von Hiroshima behandelte. Durch Zeitzeugen erhält sie immer tiefere Einblicke in das menschliche Verhalten angesichts einer solchen Katastrophe.
Von Judith Wyder

Niccolò Castelli: "Reine Fiktion hat etwas Steriles"
Pfiffige Frisur, kecker Blick in die Welt, wacher Geist: Das ist der 1982 geborene Tessiner Dokumentarfilmer Niccolò Castelli. Mit seinen Filmen - der bisher erfolgreichste ist "Tutti giù" (2012) - möchte er "ein Katalysator zwischen Realität und Fiktion" sein.
Von Roland Maurer

Thaïs Odermatt: "Ein guter Dokfilm öffnet neue Welten"
Thaïs Odermatt hat mit Kurt Mathis einen Mann porträtiert, der einen Sessellift aus Leidenschaft und nicht wegen des Geldes betreibt. Damit habe sie eine "Vision" greifbar machen wollen, sagt die 1980 in Oberdorf geborene Nidwaldnerin.
Von Karl Wüst

Men Lareida: "Das Schöne ist: Ich werde immer klüger"
Men Lareida, 1968 in Chur geboren, lebt in Zürich und Budapest. Bekannt wurde er 2005 mit "Jo Siffert. Live Fast - Die Young". An den Solothurner Filmtagen 2014 stellte er seinen ersten Spielfilm "Viktoria - A Tale Of Grace And Greed" vor.
Von Frank von Niederhäusern

Christian Labhart: "Menschen führen mich an meine Filme heran"
Christian Labhart, 1953 in Zürich geboren, war Biobauer und Lehrer, bevor er sich als Filmemacher etablierte. Pädagogische und soziopolitische Themen interessieren ihn bis heute. Bekannt geworden ist er mit Filmen wie "Zum Abschied Mozart" oder "Appassionata".
Von Frank von Niederhäusern

Vadim Jendreyko: "Vertrauen schaffen ist eine delikate Sache"
Der Filmemacher Vadim Jendreyko hat ein subtiles Portrait über - und vor allem mit - der Übersetzerin und Kennerin der russischen Literatur, Swetlana Geier, gedreht. Im Gespräch erzählt er über verpasste Situationen. Und geschenkte Glücksmomente.
Von Bruno Rauch

Pierre Morath: "Michels Tod hat mich betroffen gemacht"
In Genf stirbt ein Mann in seiner Sozialwohnung und wird erst 28 Monate später entdeckt. Pierre Morath hat diese Tragödie filmisch analysiert und staunt selbst über das von ihm geschaffene Paradox: Dank des Films lernen Hunderttausende den einsamen Mann post mortem doch noch kennen. mehr...
Von Beat Grossrieder

Anja Kofmel: "Chris war ein faszinierender Abenteurer"
Anja Kofmel studierte in Luzern Animation und widmete ihren Diplomfilm dem mysteriösen Tod ihres Cousins Chris, der als Kriegsreporter tätig war. Nun gestaltet die Zürcherin aus dokumentarischen Videos und Zeichentrickszenen den vielschichtigen Kinofilm "Chris the Swiss".
Von Beat Grossrieder

Nicolas Wadimoff: "Im Herzen bin ich ein Nomade"
Der Regisseur Nicolas Wadimoff, geboren 1964 in Genf, realisiert Dokumentarfilme, die oft vom verstörenden Zustand der Welt handeln. Seine Werke wurden an diversen Festivals ausgezeichnet, "Opération Libertad" feierte im Jahr 2012 Weltpremiere in Cannes.
Von Judith Wyder

Gabrielle Antosiewicz: "Das Leben ist spannender als jeder Film"
Ihr bekanntester Film konnte sich ein halbes Jahr lang im Kino halten. Mit "Matchmaker - Auf der Suche nach dem koscheren Mann" eroberte die Zürcherin Gabrielle Antosiewicz 2005 die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Seither ist es wieder ruhiger geworden um sie. Das ist ihr recht. Und die grosse Liebe hat sie auch gefunden.
Von Ursula Binggeli




Pierre Morath
Schweizer Feuilleton-Dienst (sfd)