SOMMERSERIEN

Neben dem tagesaktuellen Angebot veröffentlicht der SFD seit 2003 Sommerserien über die vielsprachige Schweiz, die das Bundesamt für Kultur zusätzlich aus dem Verständigungskredit finanziert. Auch sie sind über sda-Direct

GRENZGÄNGE (2017)
VISIONEN/UTOPIEN (2016)
KULTURORTE (2015)
DOKU-FILM SCHWEIZ (2014)
TALENT-SCHMIEDE (2013)
LEHRLINGE - MITTEN IM BERUF (2012)
DIE NEUEN SCHWEIZER (2011)
LEBEN IN VERSCHIEDENEN SPRACHWELTEN (2010)
QUARTIERBEGEGNUNGEN (2009)
SPRACHSPRÜNGE - KULTURSPRÜNGE (2008)
JUNGES SCHREIBEN IN DER SCHWEIZ (2007)
LANDESSPRACHEN - WIE WEITER? (2006)
SPRACHBRÜCKEN BAUEN (2005)
VIELSPRACHIGE SCHWEIZ (2004)
REISEN AUF DEN SPRACHGRENZEN (2003)



GRENZGÄNGE (2017)

Ferruccio Cainero: "Wichtig ist, dass mich alle verstehen"
Von Antje Bargmann, sfd
Mit seinem Humor überwindet Ferruccio Cainero Sprach- und Kantonsgrenzen. Als Erzähler, Theaterautor und Regisseur fühlt sich der gebürtige Italiener auf den Schweizer Bühnen zu Hause. mehr...

Caspar: "Ich will nicht nur mein Deutsch verbessern"
Von Daniel Rothenbühler, sfd
Caspar, ein 16-jähriger Gymnasiast in Lausanne, wird im Herbst für ein Jahr nach Deutschland gehen. Zur Erlangung der zweisprachigen Matur mit Deutsch verlangt der Kanton Waadt einen Aufenthalt in Deutschland oder in der Deutschschweiz. mehr...

Ruth Gantert: "Literatur braucht Lesende - und Viceversa"
Von Sabine Arlitt, sfd
Die Literaturkritikerin, Literaturvermittlerin und Übersetzerin Ruth Gantert ist viel auf Achse, unterwegs in der Schweiz von Ost nach West und von Nord nach Süd und zuweilen über die Landesgrenzen hinaus. Sie wirkt als Botschafterin des geschriebenen Worts. mehr...

Cornelia Müller: "Musik macht glücklich und sollte gratis sein"
Von Frank von Niederhäusern, sfd
Sie holt Kulturschaffende aus New York und London nach Poschiavo und bereist als Pianistin selbst die Welt. Cornelia Müller vernetzt Menschen und Szenen. mehr...

Lorenz Mohler: "Wir müssen auch Unausgesprochenes erspüren"
Von Ursula Binggeli, sfd
Wer eine Rede simultan in eine andere Sprache überträgt, überwindet dabei nicht nur sprachliche Grenzen. Eine Begegnung mit Lorenz Mohler, Leiter der entsprechenden Ausbildung an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. mehr...

Thomas Raaflaub: "Deutsch und Welsch waren bei uns immer gemischt"
Von Karl Wüst, sfd
Thomas Raaflaub koordiniert im Kanton Bern den Sprachaustausch an den Schulen. Zu Hause ist der Brückenbauer auf beiden Seiten der Sprachgrenze. mehr...

Dominik Blum: "Mein Grenzgängertum ist nicht auf Töne beschränkt"
Von Frank von Niederhäusern, sfd
Dominik Blum zelebriert ein Leben als musikalischer Freigeist. Der Pianist und Organist wechselt spielend von Klassik zu Neuer Musik, mit Zwischenhalten bei Avantcore-Jazz und Gitarrenrock. Ein Hausbesuch in Kilchberg. mehr...

Jean-Pierre Rochat: "Der Bauer ernährt den Schriftsteller"
Von Judith Wyder, sfd
Jean-Pierre Rochat ist Bergbauer und Schriftsteller. Er wohnt im Berner Jura, spricht Mundart, schreibt auf Französisch. Die Sprachgrenze verläuft just neben seinem Bauernhof oberhalb Vauffelin. mehr...

Alan Alpenfelt: "Radio Gwen sendet in verschiedenen Sprachen"
Von Antje Bargmann, sfd
Das Webradio Gwendalyn sendet von Chiasso aus abseits des Mainstreams und bietet Platz für Nischenmusik, ethnische Vielfalt und alternatives Kulturschaffen. Mitgründer und Regisseur Alan Alpenfelt hofft ab Herbst auf einen Dauersendeplatz im privaten DAB+. mehr...

Irene Weber Henking: "Heute ist die Universität stolz auf uns"
Von Daniel Rothenbühler, sfd
Als Professorin für Übersetzungswissenschaft und Leiterin des renommierten Zentrums für literarische Übersetzungen verhilft die Germanistin Irene Weber Henking der Universität Lausanne über die akademische Welt hinaus zu lokaler und internationaler Präsenz. mehr...

Francesco Biamonte: "Beim Singen bin ich selbst das Medium"
Von Beat Mazenauer, sfd
Francesco Biamonte, 1971 in Genf geboren, hat in Lausanne und Tübingen Kunstgeschichte, Latein und deutsche Literatur studiert. Heute arbeitet er als Redaktor bei Radio Espace 2 und als Sänger in freien Opernprojekten. Er lebt in Tartegnin oberhalb von Rolle VD. mehr...

Thomi Wolfensberger: "Ich bin ein Technik-Junkie"
Von Sabine Arlitt, sfd
Der Zürcher Drucker Thomi Wolfensberger hat die alte Handwerkstechnik des Steindrucks in das digitale Zeitalter hinübergerettet. Die Kunstschaffenden nennen ihn einen Farbenzauberer. mehr...

Christian Birchmeier: "Grenzsteine erzählen immer Geschichten"
Von Ursula Binggeli, sfd
Der Schaffhauser Geograf Christian Birchmeier forscht auf eigene Faust zu alten March- und Zeugensteinen. Dabei gerät er manchmal ins Philosophieren. mehr...

Eliane Röösli: "Sprachkenntnisse fördern Umgang und Austausch"
Von Karl Wüst, sfd
Eliane Röösli, im Kanton Zug geboren, studiert an der ETH Lausanne Lebenswissenschaften und Technologie. Dort engagiert sie sich auch als Sprachvermittlerin. mehr...



VISIONEN/UTOPIEN (2016)

Claudio Kuenzler: "Es ist schon auch ein wenig Hokus Pokus"
Von Beat Mazenauer, sfd
Claudio Kuenzler ist ein Pionier. Mit seinem Partner Daniel Koelliker gründete er 2010 eine Werkstatt für 3D-Druck. Es gab keine Konkurrenz damals, und die 3D-Technik wurde noch belächelt. Die Pioniere wissen aber, welche Potenziale heute darin stecken. mehr...

Lukas Rohner: "Ich folge meiner Klangsehnsucht"
Von Frank von Niederhäusern, sfd
Musik, Lyrik, Kunst, Performance: Der Basler Universalpoet und Erfinder Lukas Rohner schöpft aus der sprudelnden Quelle seiner Fantasie Kunst-Stücke, die er auf originelle Weise in die Welt entlässt. mehr...

Gion A. Caminada: "Veränderung braucht Utopie"
Von Karl Wüst, sfd
Der Bündner Architekt Gion A. Caminada steht mit beiden Beinen auf dem Boden, den Gedanken aber lässt er freien Lauf: Sein Konzept ist die konkrete Utopie. mehr...

Silvio Leoni: "Menschen sollten mehr denken"
Von Antje Bargmann, sfd
Der Tessiner Verein "gemeinsamdenken" findet seine Inspiration in der Geschichte des Monte Verità. Die Veranstaltungsreihe widmet sich vor allem kulturellen und philosophischen Lebensfragen. mehr...

Baltensperger+Siepert: "Kunst, die nichts verhandelt, langweilt"
Von Sabine Arlitt, sfd
Das Künstlerduo Baltensperger+Siepert bricht aus bestehenden Strukturen und tradierter Ästhetik aus, um Raum für Visionen zu schaffen. mehr...

Luiz Alves da Silva: "Ich gebe zurück, was ich erhalten habe"
Von Bruno Rauch, sfd
Noten statt Worte - so könnte man die Initiative von Luiz Alves da Silva umschreiben, die eine Musikschule in Brasilien fördert. Und dabei mehr bewirkt als nur anregenden Kulturaustausch. mehr...

Nadja Ramseier: "Produzenten und Konsumenten das Risiko"
Von Judith Wyder, sfd
Das Kollektiv "Les Jardins de Cocagne" hat vor 38 Jahren mit dem Konzept für eine solidarische Landwirtschaft neuen Boden betreten. Seither hat sich die Idee der Selbstversorger-Pioniere aus Genf erfolgreich fortgepflanzt. mehr...

Maurice Maggi: "Es müsste strikt das Recht des Schwächeren gelten"
Von Beat Grossrieder, sfd
Weil er heimlich Samen streut, erblühen in Zürich Malven und andere Blumen: Der Guerillagärtner Maurice Maggi kämpft für mehr Grün im Grau. Selbst im Winter sammelt er vor der Haustür Wildpflanzen und kocht damit vorzügliche Gerichte. mehr...

Marie-Antoinette Dunant: "Das Vertrauen war sofort da"
Von Judith Wyder, sfd
Die Genfer Rentnerin Marie-Antoinette Dunant glaubt nicht, dass es in der Schweiz zu wenig Platz für Flüchtlinge gibt. Darum hat sie in ihrem Haus den iranischen Flüchtling Babak Mirzai aufgenommen. mehr...

Thomas Burkhalter: "Ich suche nach transnationaler Nischenmusik"
Von Frank von Niederhäusern, sfd
Der Berner Musikethnologe und Journalist Thomas Burkhalter sucht nach klingenden Visionen einer neuen Welt. Fündig wird er im Musik-Underground grosser Metropolen in Afrika und Asien. mehr...

Anne-Claude Gerber: "Zugewanderte sind eine enorme Ressource"
Von Daniel Rothenbühler, sfd
Migration heisst für viele gut ausgebildete Personen aus Ländern ausserhalb der EU berufliche Dequalifikation. Die Sozialwissenschaftlerin Anne-Claude Gerber verfolgt das Projekt, ihnen zu einer Stelle zu verhelfen, die ihrer Ausbildung entspricht. mehr...

Heinz Girschweiler: "Gemeinwirtschafts-Ideen feiern ein Comeback"
Von Ursula Binggeli, sfd
Der Boden muss zum Gemeingut werden, so wie Luft und Wasser es sind. Als junger Mann hat Heinz Girschweiler diese Forderung der Freiwirtschaftslehre kennengelernt. Seither ist er ihr verpflichtet. "Wer findet, man könne nichts verändern, kann sich in den Sarg legen." mehr...

Yv E. Nay: "Ein Kind kann auch drei oder vier Eltern haben"
Von Ursula Binggeli, sfd
Das geltende Familienrecht hinkt der Wirklichkeit hinterher und bedarf einer radikalen Reform. Dieser Auffassung ist die am Zentrum Gender Studies in Basel tätige Sozialwissenschaftlerin Yv E. Nay. mehr...

Nicole Surchat Vial: "Wir haben die Karten völlig neu gemischt"
Von Beat Grossrieder, sfd

Überbordet in einer Stadt der Verkehr, verkümmert das soziale Leben auf Strassen und Plätzen, wie Nicole Surchat Vial sagt. Deshalb sorgt die Stadtarchitektin von Freiburg für verbesserte Begegnungsorte und mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum. mehr...



KULTURORTE (2015)

Boschbar in Zürich: "Wir wollen gute Kultur zu sozialen Preisen"
In Zürich, der teuersten Stadt der Welt, hält sich die Boschbar mit moderaten Preisen für Kultur und Konsumation seit zwanzig Jahren über Wasser. Für die Aktivisten Samuel Iseli und Thomas Tobler geht das nur, weil alle Helfer gratis anpacken - und weil man den Montag als Partytermin fixiert hat.
Von Beat Grossrieder

Kulturschuppen in Klosters GR: "Gerade Topstars schätzen das Ambiente hier"
Der Kulturschuppen in Klosters ist Kleinkunstbühne, Konzertlokal und Kino für Einheimische und Feriengäste. Daniela und Roland von Ow vom grossen Veranstalterteam bescheren dem Prättigauer Kurort ein einzigartiges Bühnenprogramm.
Von Frank von Niederhäusern

Théâtre du Jorat in Mézières VD: "Ein Ensemble von einmaligem Charme"
In Mézières auf dem waadtländischen Hochplateau steht das Théâtre du Jorat, eine einmalige Holzkonstruktion aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Für das abwechslungsreiche Programm sorgt Direktor Michel Caspary und knüpft so an die gloriose Geschichte des Hauses an.
Von Bruno Rauch



DOKU-FILM SCHWEIZ (2014)

Roman Vital: "Die Verschärfung des Asylrechts hat mich beunruhigt"
Der 1975 in Arosa geborene Roman Vital versteht sich als "Türöffner zwischen Welten und Kulturen". Sein Film "Life in Paradise – Illegale in der Nachbarschaft" erzählt über das Ausreisezentrum "Flüeli" in Valzeina GR und wie die Bevölkerung darüber denkt.
Von Karl Wüst

Andrea Leila Kühni: "Ich mag es, loszugehen und Bilder zu sammeln"
"Meine Arbeit gleicht der einer Skulpteurin. Ich gehe von einem Baumstamm aus, ich beginne zu schnitzen, um zu schauen, was für eine Gestalt sich daraus entwickelt", sagt die 1970 in Burgdorf geborene Andrea Leila Kühni. Sie ist Autorin des Dokumentarfilms "Antiquar am Hirschengraben".
Von Beat Mazenauer

Sandra Gysi: "Einen Film zu machen ist eine Form von Besessenheit"
Die Zürcher Filmemacherin Sandra Gysi pendelt zwischen den Ländern am Nil und der Schweiz, eine aufmerksame Beobachterin der arabischen Welt und der dortigen gesellschaftlichen Entwicklungen. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Situation der Kulturschaffenden im Sudan.
Von Ursula Binggeli

Ufuk Emiroglu: "Fragen nach der Identität werden immer komplexer"
Im Frühling 2013 herrscht Aufruhr in Istanbul: Inmitten der Unruhen rund um den Gezi-Park ist an ein reguläres Kulturleben nicht zu denken. In ebendieser Situation erfährt der erste Kinofilm von Ufuk Emiroglu seine Weltpremiere. Ein "magischer Moment" in der Karriere der 1980 geborenen Filmemacherin.
Von Serge Kuhn

Aya Domenig: "Wegzuschauen ist einfacher"
Im Dokumentarfilm "Als die Sonne vom Himmel fiel" folgt Aya Domenig, Jahrgang 1972, den Spuren ihres verstorbenen Grossvaters, der als Arzt die Opfer von Hiroshima behandelte. Durch Zeitzeugen erhält sie immer tiefere Einblicke in das menschliche Verhalten angesichts einer solchen Katastrophe.
Von Judith Wyder

Niccolò Castelli: "Reine Fiktion hat etwas Steriles"
Pfiffige Frisur, kecker Blick in die Welt, wacher Geist: Das ist der 1982 geborene Tessiner Dokumentarfilmer Niccolò Castelli. Mit seinen Filmen - der bisher erfolgreichste ist "Tutti giù" (2012) - möchte er "ein Katalysator zwischen Realität und Fiktion" sein.
Von Roland Maurer

Thaïs Odermatt: "Ein guter Dokfilm öffnet neue Welten"
Thaïs Odermatt hat mit Kurt Mathis einen Mann porträtiert, der einen Sessellift aus Leidenschaft und nicht wegen des Geldes betreibt. Damit habe sie eine "Vision" greifbar machen wollen, sagt die 1980 in Oberdorf geborene Nidwaldnerin.
Von Karl Wüst

Men Lareida: "Das Schöne ist: Ich werde immer klüger"
Men Lareida, 1968 in Chur geboren, lebt in Zürich und Budapest. Bekannt wurde er 2005 mit "Jo Siffert. Live Fast - Die Young". An den Solothurner Filmtagen 2014 stellte er seinen ersten Spielfilm "Viktoria - A Tale Of Grace And Greed" vor.
Von Frank von Niederhäusern

Christian Labhart: "Menschen führen mich an meine Filme heran"
Christian Labhart, 1953 in Zürich geboren, war Biobauer und Lehrer, bevor er sich als Filmemacher etablierte. Pädagogische und soziopolitische Themen interessieren ihn bis heute. Bekannt geworden ist er mit Filmen wie "Zum Abschied Mozart" oder "Appassionata".
Von Frank von Niederhäusern

Vadim Jendreyko: "Vertrauen schaffen ist eine delikate Sache"
Der Filmemacher Vadim Jendreyko hat ein subtiles Portrait über - und vor allem mit - der Übersetzerin und Kennerin der russischen Literatur, Swetlana Geier, gedreht. Im Gespräch erzählt er über verpasste Situationen. Und geschenkte Glücksmomente.
Von Bruno Rauch

Pierre Morath: "Michels Tod hat mich betroffen gemacht"
In Genf stirbt ein Mann in seiner Sozialwohnung und wird erst 28 Monate später entdeckt. Pierre Morath hat diese Tragödie filmisch analysiert und staunt selbst über das von ihm geschaffene Paradox: Dank des Films lernen Hunderttausende den einsamen Mann post mortem doch noch kennen.
Von Beat Grossrieder

Anja Kofmel: "Chris war ein faszinierender Abenteurer"
Anja Kofmel studierte in Luzern Animation und widmete ihren Diplomfilm dem mysteriösen Tod ihres Cousins Chris, der als Kriegsreporter tätig war. Nun gestaltet die Zürcherin aus dokumentarischen Videos und Zeichentrickszenen den vielschichtigen Kinofilm "Chris the Swiss".
Von Beat Grossrieder

Nicolas Wadimoff: "Im Herzen bin ich ein Nomade"
Der Regisseur Nicolas Wadimoff, geboren 1964 in Genf, realisiert Dokumentarfilme, die oft vom verstörenden Zustand der Welt handeln. Seine Werke wurden an diversen Festivals ausgezeichnet, "Opération Libertad" feierte im Jahr 2012 Weltpremiere in Cannes.
Von Judith Wyder

Gabrielle Antosiewicz: "Das Leben ist spannender als jeder Film"
Ihr bekanntester Film konnte sich ein halbes Jahr lang im Kino halten. Mit "Matchmaker - Auf der Suche nach dem koscheren Mann" eroberte die Zürcherin Gabrielle Antosiewicz 2005 die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Seither ist es wieder ruhiger geworden um sie. Das ist ihr recht. Und die grosse Liebe hat sie auch gefunden.
Von Ursula Binggeli



TALENT-SCHMIEDE (2013)

Mirko Baselgia, Bildender Künstler: „Ich schaue vom Tellerrand auf die Suppe, esse aber nicht davon“
Mirko Baselgia, 1982 in Lantsch/Lenz GR geboren, ist hauptberuflich Bildender Künstler. Sein installatives und skulpturales Werk entwickelt sich prozesshaft. Dabei spielen mitunter auch Gärtner oder Giesser wichtige Rollen. mehr...
Von Karl Wüst

Isabel Peterhans, Illustratorin: "Bilder bieten einen einfachen Zugang zu schwierigen Themen."
Isabel Peterhans, 27, hat im Sommer 2012 ihr Studium an der Hochschule Luzern mit dem Bachelor im Bereich Illustration abgeschlossen. Für ihr Diplomprojekt "Yallabyebye" hat sie einen Förderpreis erhalten. Jetzt steht sie am Anfang ihrer zeichnerischen Zukunft.
Von Ursula Binggeli

Henriette Vásárhelyi, Autorin: Widerstand und Ordnung
Henriette Vásárhelyi, 1977 in Ost-Berlin geboren, debütiert literarisch mit dem Buch „immeer“. Eine lange Geschichte findet so einen guten Abschluss. Die Publikation ist Teil des Studer/Ganz-Preises, mit dem die Autorin 2012 ausgezeichnet wurde.
Von Beat Mazenauer

Marcello Nasso, Architekt: „Den Anfang einer eigenen Haltung findet man wohl erst ab 40“,
Vom lustlosen Lehrling zum leidenschaftlichen Schaffer: In Mendrisio erlebte Marcello Nasso eine Renaissance auf seinem Weg zur Architektur.
Von Olivier Aebischer

Celine Bolomey, Schauspielerin: „Meine eigene kleine Karriere ist mir ziemlich egal“
Zwischen internationalem Glamour und Arbeitslosigkeit, der Ehrung als bester Schweizer Schauspielerin durch die Filmbranche und dem Applaus auf kleinen Theaterbühnen weit ab des Mainstreams: Die Genferin Celine Bolomey kennt mit Mitte 30 die unterschiedlichsten Facetten ihres Berufes.
Von Serge Kuhn

Mélanie Huber, Regisseurin: "Ich brauche viel Futter rundherum"
Mélanie Huber ist nach einer Assistenzzeit am Schauspielhaus Zürich auf bestem Weg, eine gefragte Regisseurin zu werden. Mit der aktuellen Inszenierung von Ingeborg Bachmanns "Radiofamilie" in der Schauspielhaus-Kammer hat sie einen weiteren Schritt dazu getan.
Von Bruno Rauch

Fränggi Gehrig, Akkordeonist: „Mit Ländlermusik allein könnte ich mich nicht weiterentwickeln“
Fränggi Gehrig, 1986 in Andermatt geboren, studiert an der Musikhochschule in Luzern Akkordeon mit Schwerpunkt Volksmusik. Er spielt, komponiert, arrangiert Stücke im Spannungsfeld von Tradition und Innovation.
Von Karl Wüst

Sybille Diethelm, Sopranistin: "Natürlich würde ich gerne die Traviata singen"
Sybille Diethelm, geboren 1982 in Schübelbach (SZ), lebt in Rapperswil (SG), ist diplomierte Konzert- und Opernsängerin, hatte im In- und Ausland als Sopranistin bereits viele gefeierte Auftritte und ist froh, "dass ich, anders als leider manche Kolleginnen, meinen Beruf ausüben und davon leben kann".
Von Roland Maurer

Kathrin Affentranger, Bildende Künstlerin: "Meine Arbeiten sind so etwas wie eigenständige Personen"
Die Künstlerin Kathrin Affentranger, Jahrgang 1987, hat an der Hochschule der Künste in Bern ein Kunststudium absolviert und macht zurzeit in Hamburg in der Klasse des Künstlers Andreas Slominski ihren Masterabschluss. 2012 ist sie mit dem Kunstpreis der Nationale Suisse ausgezeichnet worden.
Von Beat Mazenauer

Manuela Fuchs, Trompeterin: "Für die Musik brauchst du keine Matura, sondern Selbstdisziplin"
Manuela Fuchs, 23, hat mit ihrem Trompetenspiel bereits viel erreicht. Wenn sie einen Tag lang ihr Instrument nicht in die Hand nimmt, hat sie ein bisschen ein schlechtes Gewissen. "Aber es tut mir jeweils total gut", sagt sie.
Von Ursula Binggeli

Lukas Egger, Filmemacher: "Beim Filmen gibt es Momente, die unerwartet sind wie ein Geschenk"
Für den 33-jährigen Filmemacher Lukas Egger hat das Handwerk noch goldenen Boden. Er hat eine Lehre als Apparatebauer abgeschlossen, um sich auf diesem Weg dem lang gehegten Berufstraum anzunähern. 2011 wurde sein Trickfilm "Gipfel-Gig" an den Solothurner Filmtagen mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Von Beat Mazenauer

Massimiliano Zampetti, Theaterautor: "Wer in der Theaterbranche überleben will, muss flexibel sein"
Mit seinem Erstlingswerk hat sich Massimiliano (Max) Zampetti als Theaterautor etabliert. Doch sein literarisches Talent ist nicht seine Leidenschaft. Lieber steht er selbst auf der Bühne und kümmert sich um den Nachwuchs.
Von Antje Bargmann

Joel Eschbach, Bildender Künstler: "Ich liebe rohen Beton"
Er hat mit Fotos puristischer Betonlandschaften an den Swiss Photo Awards 2011 Furore gemacht: The Umbrella Kid. Kürzlich hat der Basler Künstler sein Pseudonym abgelegt. Jetzt heisst er wieder Joel Eschbach.
Von Ursula Binggeli

Andreas Schaerer, Vokalist: "Wir Musiker brauchen Impulse, sonst droht die Routine"
Als Kind wollte er Geräuschemacher beim Film werden. Heute tourt Andreas Schaerer, 36-jähriger Berner mit Walliser Wurzeln, als gefeierter Vokalist durch halb Europa.
Von Frank von Niederhäusern

Karine Guignard (La Gale), Rapperin: "Als Rapperin kann ich Missstände zum Thema machen"
Im Film "Opération Libertad" war sie Mitglied einer linken Aktivistengruppe. Als Rapperin - sie hat schweizerisch-libanesische Wurzeln und lebt in Lausanne - beklagt die 30-jährige La Gale aka Karine Guignard ebenfalls die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände.
Von Judith Wyder



LEHRLINGE - MITTEN IM BERUF (2012)

Gloria Clalüna, Medizinische Praxisassistentin: "Ich muss hundertprozentig konzentriert sein"
Gloria Clalüna absolviert ihre Lehre als Medizinische Praxisassistentin in der einzigen Arztpraxis im italienischsprachigen Bergell. Die Schule besucht sie in Chur und pendelt so allwöchentlich zwischen zwei Kulturen und Sprachwelten.
Von Karl Wüst

Silvan Ebener, Seilbahn-Mechatroniker: Mehr als Bähnlifahren
Als angehender Seilbahn-Mechatroniker sorgt der Lötschentaler Silvan Ebener für Sicherheit und Verlass beim Betrieb der Lauchernalp-Bahn. Doch als "Tschäggätta" verbreitet er Furcht und Schrecken - allerdings nur zur Fasnachtszeit.
Von Bruno Rauch

Olivier Grosjean, Uhrmacher: "Ja, ich schaue den Leuten aufs Handgelenk"
Uhrmacher brauchen eine ruhige Hand und viel Geduld. Dem jungen Zürcher Olivier Grosjean - er macht die Lehre in seiner Geburtsstadt - bringt die "Nifeliarbeit" Einblicke in faszinierende Welten.
Von Frank von Niederhäusern

Maeva Béchir, Pferdefachfrau: "Wenn man gewinnen will, muss man aufs Ganze gehen"
Maeva Béchir wohnt in Chavannes-sur-Bogis bei Genf. Ihre Lehre absolviert sie im Schweizerischen Nationalgestüt Avenches VD, unweit der Sprachgrenze. Die angehende Pferdefachfrau wird hier zur "klassischen Reiterin" ausgebildet.
Von Judith Wyder

Carlo Gomes, Müller: "In Afrika gibt es ganz andere Getreidearten"
Carlo Gomes, angehender Müller in einem Werk für Tierfutter in Burgdorf, weiss, wie eine Schneckenwelle funktioniert und wie Ferkel schnell Speck ansetzen. Seine berufliche Zukunft sieht er nicht im Emmental, sondern in Übersee.
Von Ursula Binggeli

Cleo Krebs, Schuhmacherin: "Ein Schuh ist etwas Hochkomplexes"
Cleo Krebs, Schuhmacherin im ersten Lehrjahr, träumt im Zürcher Kreis 4 vom perfekten Herrenschuh. Dass Handwerk einen Wert hat und dass Tradition einen Reichtum in sich birgt, hat sie schon als Kind erfahren.
Von Ursula Binggeli

Tabea Martin, Theatermalerin: Die mit dem Pinsel zaubern
Als angehende Theatermalerin in Basel ist Tabea Zimmermann sozusagen ein Zauberlehrling: Sie lernt, wie man mit Pinsel und Farbe aus simplen Sperrholzwänden prunkvolle Palastfassaden zaubert. Oder aus banalen Leinwänden schweres Holzgetäfer.
Von Bruno Rauch

Moriz Erni, Bauer: "Was wir produzieren, ist lebensnotwendig"
Moriz Erni lernt Landwirt im Kanton Zürich. Das zweite Lehrjahr verbringt er auf einem Bauernhof in Zweidlen, einem "Gemischtbetrieb", der Getreide und Weinreben anbaut und schottische Urkühe züchtet.
Von Karl Wüst

Mehmedali Vrangala, Papiertechnologe: "Die wenigsten wissen, wie Papier entsteht"
Mehmedali Vrangala beendet dieses Jahr die Lehre als Papiertechnologe in der Perlen Papier AG in Root LU. Die Schulbank drückt er im baden-württembergischen Gernsbach.
Von Judith Wyder

Erich Zwyer, Blasinstrumenten-Reparateur: Von Tuten und Blasen viel Ahnung
Musik ist sein Handwerk - so könnte man das Berufsmotto des angehenden Blasinstrumenten-Reparateurs Erich Zwyer in Luzern beschreiben: Er repariert und überholt die Instrumente nicht nur, er bläst sie auch.
Von Bruno Rauch

Sonja Monn, Steinmetzin: Mit Meisseln unter Männern
Der Beruf des Steinmetzen ist ein Jahrhunderte altes, traditionsreiches Handwerk. Die Stiftin Sonja Monn in Staad bei Rorschach fühlt sich in diesem Metier wohl, auch wenn hauptsächlich Männer mit grobem Werkzeug wie Meissel und Hammer zugange sind.
Von Bruno Rauch

Olivia Ritler, Glasmalerin: "Es ist cool, einen so alten Beruf zu erlernen"
Olivia Ritler, angehende Glasmalerin in Zürich, liebt Heavy Metal und das Zeichnen mit dem Gänsefederkiel. Wenn sie anderen von ihrem Beruf erzählt, muss sie immer viel erklären, weil ihn die meisten nicht kennen.
Von Ursula Binggeli

Ilona Hunkeler, Winzerin: "Ich fühle mich wie eine Marathonläuferin"
Den Weg auf den Weinberg von Leytron im Kanton Wallis hat Ilona Hunkeler erst über Umwege gefunden. Als angehende Winzerin schätzt sie die Arbeit in und mit der Natur.
Von Judith Wyder

Françoise Schmid, Kaminfegerin: "Ich muss die Öfen und die Menschen kennen"
Françoise Schmid, Kaminfegerin im dritten Lehrjahr, steht im aargauischen Rupperswil täglich vor neuen Heizungsanlagen und neuen Kunden. Mit viel Wissen und einer Portion Charme meistert sie auch heikle Situationen. In ihrer Freizeit spielt sie Schlagzeug.
Von Ursula Binggeli



DIE NEUEN SCHWEIZER (2011)

Jacek Pulawski, Fotograf aus Polen: Mit Auge, Herz und Hirn
Jacek Pulawski, 1978 in Polen geboren, lebt seit 1990 in der Schweiz. Er ist freischaffender Fotograf, hat sich auf soziale Themen spezialisiert und arbeitet für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz.
Von Karl Wüst

Joy Frempong, Musikerin aus Ghana: "Wichtig ist, in Bewegung zu bleiben"
Geboren ist die Musikerin Joy Frempong 1978 in Ghana. Mit sieben kam sie in die Schweiz, die ihr bis anhin Lebenszentrum geblieben ist. Und doch ist sie ständig auf Reisen, in ihrem Kopf, in ihrer Arbeit, in ihrer Musik.
Von Frank von Niederhäusern

Ly-Ling Vilaysane, Modedesignerin aus Laos: "Mein Glück hängt nicht von einem bestimmten Land ab"
Seit Modesignerin Ly-Ling Vilaysane, aufgewachsen in Appenzell-Innerrhoden, in Paris ihre asiatische Zurückhaltung ablegen konnte, reüssiert sie in Tokio und New York. Die Namen ihrer Kleider tönen verträumt, sie selber weiss genau, was sie will.
Von Ursula Binggeli

Antonio Sommavilla, Kommunikator aus Italien: Job in der Wirtschaft, Literatur auf dem Smartphone
Lange wollte er keinen Schweizer Pass, jetzt hat er ihn und ist zufrieden. Antonio Sommavilla (52) ist aufgeschlossen-locker wie ein Italiener und korrekt-präzise wie ein Schweizer. Und er pendelt problemlos zwischen zwei Identitäten.
Von Roland Maurer

Marina Belobrovaja, Performance-Künstlerin aus der Ukraine: Kunst als Konfliktfeld
Marina Belobrovaja stammt aus der Ukraine und ist 1976 in Kiew geboren. Die Performance-Künstlerin betreibt Kunstforschung an der Hochschule Luzern. Ihre Arbeiten spielen an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft. Sie lebt seit 2002 in Zürich.
Von Beat Mazenauer

Henry Camus, Kabarettist aus den USA: Jonglage mit Tönen, Worten und Keulen
Henry Camus, 1967 geboren, hat amerikanische Wurzeln, eine Schweizer Ehefrau, zwei Kinder und einen Schweizer Pass. Er beherrscht das Zehnfingersystem auf den Klaviertasten ebenso virtuos wie die zweihändige Jonglage und die polyglotte Conférence.
Von Bruno Rauch

Nana Zimmermann Boadi, Geschäftsfrau aus Ghana: "Meine Kinder wissen, dass ein Teil von ihnen afrikanisch ist"
Nana Zimmermann Boadi, aufgewachsen in Ghana, führt in Bern einen Laden, in dem es von der Hautcrème bis zum Maggiwürfel mit Zwiebelgeschmack alles gibt, was Afrikanerinnen und Afrikaner brauchen. Ihr selber gefällt vieles an der neuen Heimat, aber nicht alles.
Von Ursula Binggeli

Kemal Sadulov, Sozialpädagoge und Rom aus Mazedonien: Eine Stimme seines Volkes
Sie sind in der Schweiz eine Minderheit, über die nur Vorurteile bestehen. Der Sozialpädagoge Kemal Sadulov will das Selbstbewusstsein der Roma stärken.
Von Willi Wottreng

Joel Kiassumbua, Fussballer aus der Demokratischen Republik Kongo: Fussball ist sein Leben
Der Profifussballer Joel Kiassumbua ist Schweizer mit kongolesischen Wurzeln. Mit der Schweizer U-17 Nationalmannschaft wurde er 2009 Weltmeister. Im Frühjahr 2011 war er vom FC Luzern zum SC Kriens ausgeliehen. Sein Marktwert beträgt 75'000 Franken.
Von Beat Mazenauer

Saba Kamouneh Thomet, Zahnärztin aus dem Iran: "Heimat ist dort, wo man sich geborgen fühlt"
Saba Kamouneh war 14, als sie mit ihrer Familie Teheran verliess. Auf der Flucht strandete sie in der Schweiz. Mit 36 ist die promivierte Zahnärztin komplett integriert: Eine stolze Perserin mit Schweizer Pass.
Von Frank von Niederhäusern

Jörg Zielinski, Bühnenbildner aus Deutschland: Zimtsterne statt Bratheringe
Jörg Zielinski, 1964 in Berlin geboren, lebt seit 1991 in der Schweiz. Zu seinem Arbeitsgebiet gehören Ausstellungen, Rauminstallationen, Produkteentwicklung, Produktionsleitung und Bühnenbilder. Er ist Ausstattungsleiter am Opernhaus Zürich.
Von Bruno Rauch

Cristina Castrillo, Theaterleiterin aus Argentinien: Eine lateinamerikanische Schweizerin
Auf der Flucht vor der argentinischen Diktatur gelangte Cristina Castrillo vor dreissig Jahren ins Tessin und gründete das Teatro delle Radici. Heute ist sie Schweizerin und glücklich über ihre zweite Heimat - auch wenn für sie hier nicht alles Gold ist, was glänzt.
Von Roland Maurer

Chanchal Biswas, Journalist aus Indien: Ein Spreitenbacher nicht wie alle anderen
Er hat einen hinduistischen Hintergrund und hat auf der Strasse gelernt, sich durchzusetzen: Chanchal Biswas, geboren 1972, heute stellvertretender Chefredaktor der "NZZ am Sonntag".
Von Willi Wottreng

Milenge Bulambo, Fleischfachmann aus der Republik Kongo: Im Fleischparadies
Der Kongolese Milenge Bulambo, 1985 in Süd-Kivu geboren, kam mit vierzehn als Kriegsflüchtling in Schweiz. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufslehre als Fleischfachmann ist er bei einem Grossverteiler tätig.
Von Bruno Rauch

Gyula Csató, Bergführer und Mathematiker aus Ungarn: "Ich wollte höher hinauf"
Gyula Csató, 1981 in Ungarn geboren, lebt seit 1992 in der Schweiz. Er ist Bergführer, Sportkletterer und arbeitet an einer Dissertation im Fach Mathematik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne.
Von Karl Wüst

Judith McKenzie, Erdwissenschafterin aus den USA: "Mein neues Hobby heisst Schweizer Politik"
Für sie liegt auch die Schweiz am Meer: Judith McKenzie, eremitierte Professorin am Geologischen Institut der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH in Zürich, sieht manches nicht so eng. Seit einem Jahr hat die Amerikanerin einen Schweizer Pass.
Von Ursula Binggeli



LEBEN IN VERSCHIEDENEN SPRACHWELTEN (2010)

André Vladimir Heiz: Ernster Schalk und zärtliche Präzision
Sein Werk ist eines der schillerndsten im zeitgenössischen Schweizer Literatur- und Kunstschaffen. André Vladimir Heiz lebt und arbeitet bilingue - sehr theoretisch, sehr lyrisch. Der Welt ist er heiter-störrisch zugeneigt. Und er serviert fabelhaften Kaffee.
Von Ursula Binggeli

Melinda Nadj Abonji: "Auf dem Schweizer Bürgersteig ist das Leben ruhiger"
Melinda Nadj Abonji, Zürich, schreibt Romane in Deutsch und findet dabei zurück zur ungarischen Musikalität.
Von Willi Wottreng

Yusuf Yesilöz: "Ich schreibe kurdisch auf Deutsch"
Yusuf Yesilöz ist in der Türkei aufgewachsen und lebt seit rund zwanzig Jahren in Winterthur. Er schreibt Romane auf Deutsch. Diese Sprache hat ihm viele Fenster geöffnet.
Von Karl Wüst

Marius Daniel Popescu: "Ich akzeptiere den Turm von Babel"
Er ist Buschauffeur und Schriftsteller: Der gebürtige Rumäne Marius Daniel Popescu lebt seit zwanzig Jahren in der Romandie. Dass er sich in zwei Sprachen bewegt, macht ihm keine Mühe. Im Gegenteil: Er fühlt sich in beiden zu Hause.
Von Roland Maurer

Daniela Janjic: "Bitte keine Balkanmusik"
Die sprachlichen Wurzeln von Daniela Janjic liegen im ehemaligen Jugoslawien. Ihre Texte verfasst die junge Autorin ausschliesslich auf Deutsch. Mit Erfolg.
Von Charlotte Staehelin

Arno Camenisch: Die Wahl der Sprache ist eine Frage des Gefühls
Arno Camenisch ist ein literarischer Doppelgänger, er schreibt in zwei Sprachen. In der Bündner Surselva, wo er her kommt, ist dies freilich nichts Besonderes. Hier vermischen sich Rätoromanisch und Deutsch im Alltag zu einer gelebten Zweisprachigkeit.
Von Beat Mazenauer

Zsuzsanna Gahse: "Meine Mutter ist die Donau"
Die Schriftstellerin Zsuzsanna Gahse, 1946 in Ungarn geboren, lebt in Müllheim im Kanton Thurgau und schreibt deutsch. Bisweilen übersetzt sie ungarische Literatur - wenn ihr Kopf dafür frei ist.
Von Karl Wüst

Simon Froehling: Englisch fürs Gefühl, Deutsch für die Literatur
Simon Froehling hat bereits zehn Theaterstücke publiziert. Im Frühling 2010 erschien sein erster Roman. Gegenwärtig schreibt er Kurzgeschichten. In Englisch.
Von Bruno Rauch

Saïda Keller-Messahli: "Deutsche Sätze sind so nackt"
Saïda Keller-Messahli notiert sich Wichtiges in arabisch, schreibt Vorträge in deutsch und kämpft für einen fortschrittlichen Islam.
Von Willi Wottreng

Dmitrij Gawrisch: Vom Dnjepr an die Aare
Dmitrij Gawrisch hat seine Kindheit in der damals sowjetischen Ukraine verbracht. Heute lebt und arbeitet der junge Autor in der Schweiz.
Von Charlotte Staehelin

Ingrid Lukas: Auf der Suche nach der stimmigen Balance
Als Kind ist Ingrid Lukas von Tallinn nach Zürich gekommen. Mit 22 startete sie eine Karriere als Singer-Songwriterin. Ihre Texte schreibt sie in Englisch und Estnisch; Deutsch hat sie als Singsprache verworfen.
Von Frank von Niederhäusern

Vincenzo Todisco: "Sprachenmix wie in einer Waschmaschine"
Im Hause bei den Eltern war für ihn Italien, draussen auf der Strasse die Schweiz. So pendelt der Bündner Schriftsteller Vincenzo Todisco seit seiner Kindheit stets zwischen mehreren Sprachen und Welten.
Von Roland Maurer

Fuminari Niimoto: Robert Walser, ein Zen-Buddhist?
Im Zürcher Oberland steht das erste Übersetzerhaus der Schweiz. Übersetzer aus der ganzen Welt gehen hier für eine oder mehrere Wochen in Klausur, um an ihrer Übertragung zu feilen. Wie Fuminari Niimoto, der an einer Walser-Edition arbeitet.
Von Bruno Rauch

Wen-huei Chu: Detektiv im Reich der Sprachen
Zwischen der Poesie des Chinesischen und der Präzision des Deutschen pendelt Wen-huei Chu, im Kanton Zürich lebender Krimi-Autor aus Taiwan. Beide Sprachen nimmt er mit Witz und Forscherblick unter die Lupe.
Von Ursula Binggeli



QUARTIERBEGEGNUNGEN (2009)

Tessiner Gemeinde Orselina spricht mehrheitlich Deutsch - "Orselina ist kein Altersheim"
In Orselina ob Locarno spricht die Mehrheit der Leute von Haus aus Deutsch. Besonders willkommen sind sie, wenn sie Italienisch lernen und sich am Gemeindeleben beteiligen.
Von Karl Wüst

Österreicher am Gotthard - Zwei Fischer mit Tunnelblick
Wo einst Tell den Gessler erschoss, bauen jetzt viele Österreicher für die Schweiz den längsten Bahntunnel der Welt. Egal, die Schweiz sei ja sowieso wie Österreich, finden die Mineure Ölschützer und Gutschi.
Von Roland Maurer

Kreuzlingen TG: Multikulti am Bodensee - "Das Ausländerproblem kenne ich nur vom Hörensagen"
Eine kleine Grenzstadt, in der jeder Zweite keinen Schweizer Pass hat - wie lebt es sich hier? Pfarrer Wolfgang Powischer fühlt sich in Kreuzlingen zwar daheim, aber nicht zuhause. Dabei stammt er nicht von einem fernen Kontinent, sondern aus dem nahen Österreich.
Von Ursula Binggeli

Wohnsiedlung Le Lignon bei Genf - Länger, höher, multikulti
In der Wohnstadt Le Lignon im Westen Genfs treffen die verschiedensten Ethnien aufeinander. Ihr Zusammenleben ist jedoch eher ein Neben- als ein Miteinander.
Von Bruno Rauch

Ein Einkaufsladen als Quartiertreff an der Zürcher Langstrasse - "Aso en Schöne, gäll"
Im verrufenen Zürcher Langstrassequartier geniesst ein kleiner Coop-Laden beinahe Kult-Status. Viele Quartierbewohner lieben ihn, denn da kaufen das Milieu und die ordentliche Bürgerwelt Schulter an Schulter ein. Ein Begegnungstreff der besondern Art.
Von Willi Wottreng

Der Luzerner Untergrund - Hustenrezepte und Musik im Sentitreff
Im Luzerner "Untergrund" leben Menschen aus 70 Ländern. Quartierrundgänge, das Quartierzentrum Sentitreff und der Verein Basel-/Bernstrasse fördern die Begegnung der Kulturen.
Von Karl Wüst

Zürich Hottingen ist die Hochburg der Literaturagenten - Literarische Heiratsvermittler
Im deutschsprachigen Raum ist Zürich die Hauptstadt der Literaturagenturen. Sie sorgen unter anderem für die Verbreitung fremdsprachiger Bücher in Deutsch. Und umgekehrt.
Von Bruno Rauch

Weltoffener Touristenort Pontresina - "In irgendeiner Sprache finden sich alle"
Wenn Hochsaison ist in Pontresina, steigt die Einwohnerzahl um das Dreifache an. Und die alltäglichen Umgangssprachen erhalten reichhaltige Gesellschaft.
Von Frank von Niederhäusern

Portugiesen in Zermatt - "Portugal bleibt immer unsere Heimat"
Zermatt ist "überschwemmt" von Portugiesen. Zwischen ihnen und den Einheimischen herrscht jedoch nicht nur Sonnenschein. Besonders die Sprache wirkt als Bollwerk gegen eine Annäherung.
Von Roland Maurer

Tamilen im Emmental - "Wir haben ein neues Leben adoptiert"
Dharmini Amirthalingam ist im Norden Sri Lankas aufgewachsen. Heute ist sie Bürgerin von Sumiswald BE. Eine globale Emmentaler Dorfgeschichte, hundertfünfzig Jahre nach Jeremias Gotthelf.
Von Ursula Binggeli



SPRACHSPRÜNGE - KULTURSPRÜNGE (2008)

Lebensnaher Sprachunterricht im Kanton Jura - Der Schulweg führt über den Röschtigraben
Der Kanton Jura, vormals strikt gegen jegliche Germanisierung, geht heute mit seiner deutschsprachigen Minderheit vorbildlich um. So besuchen die Kinder von Ederswiler die Schule in Movelier, wo sie Französisch, aber auch Deutsch lernen.
Von Bruno Rauch

Walliser Lyriker und bildender Künstler Rolf Hermann - Wahrnehmungssprünge, verdichtet und collagiert
Er ist Lyriker und bildender Künstler, 35jährig, stammt aus Leuk-Susten (VS) und lebt in Biel (BE). Wallisertiitsch, Hochdeutsch und Englisch sind Rolf Hermanns Heimat, Literatur seine Passion, Collagen zu fabrizieren sein Lieblingsspiel.
Von Roland Maurer

Die Zürcher Gemeinde Schlieren setzt auf Integration - "Nur wer unsere Sprache spricht, kann sich integrieren"
In Schlieren leben 42 Prozent Ausländerinnen und Ausländer. Das ist der höchste Anteil im Kanton Zürich. Die Gemeinde setzt daher auf Achtung und Toleranz, in den Schulen wird Integration gross geschrieben. Ein Augenschein.
Von Karl Wüst

Nonverbale Missverständnisse zwischen den Kulturen - Mit Händen und Füssen im Fettnäpfchen
In der Privatindustrie weiss man es schon lange: Im Umgang mit Angehörigen fremder Kulturen ist die Sprache das kleinste Problem. Die richtig grossen Fettnäpfchen sind nonverbaler Natur. Auch bei den Behörden und im Gesundheitswesen ist man sensibilisiert.
Von Irene Widmer

Kulturvermittlerin Chaorong Tang - "Wenn es um Geschenke geht, wirken Schweizer megageizig"
Als sie vor fünfzehn Jahren in die Schweiz kam, arbeitete sie in Chinarestaurants im Service. Heute berät Chaorong Tang Firmen wie Calida oder Lonza in interkulturellen Fragen - damit deren Kaderleute bei Kontakten mit Geschäftspartnern aus dem Reich der Mitte nicht von einem Fettnapf in den andern treten.
Von Ursula Binggeli

Bei der Stadtpolizei Zürich sind Sprachkenntnisse von Nutzen - Auf Patrouille mit Uno 44
Vorbei die Zeiten, da ein Wachmeister Studer in behäbigem Berndeutsch mit seinen Kunden parlieren konnte. Heute stammen die Menschen, mit denen die Polizei zu tun hat, aus der ganzen Welt. Unterwegs mit einer Patrouille der Stadtpolizei Zürich.
Von Willi Wottreng

Bündner Schriftsteller Vincenzo Todisco - Sprachenmix wie in einer Waschmaschine
Im Hause bei den Eltern war für ihn Italien, draussen auf der Strasse die Schweiz. So pendelt der Bündner Schriftsteller Vincenzo Todisco seit seiner Kindheit stets zwischen mehreren Sprachen und Welten.
Von Roland Maurer

Zu Besuch im Internationalen Opernstudio in Zürich - Dido und Aeneas lieben Fondue
Die jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios tun gut daran, nicht nur ihre Stimmbänder und ihre schauspielerische Ader zu schulen. Sich mit fremden Kulturen und Sprachen auseinanderzusetzen, ist ebenso wichtig, um für den internationalen Kulturbetrieb gerüstet zu sein.
Von Bruno Rauch

"Bun di" statt "Grüss Gott" - Die bayerische Pfarrerin Brigitte Fuchs predigt im Unterengadin
Sie stammt aus Mittelfranken und steht auf den Kanzeln des Unterengadins. Doch Pfarrerin Brigitte Fuchs hat nicht nur Land und Kulturraum gewechselt, sondern auch die Sprache.
Von Frank von Niederhäusern

Türkischer Hochzeitsfotograf in Basel - Ein Künstler ohne Kundschaft
Früher verewigte er mit seiner Kamera Hunderte von türkischen Hochzeiten in Basel. Heute weiss der Fotograf nicht, wie es weitergehen soll. Der Siegeszug der Digitalkamera bedeutet das Aus für die Tradition der kunstvoll kitschigen Hochzeitsfotografie. Ein Kulturschock und seine Folgen.
Von Ursula Binggeli

Theaterprojekt mit Immigranten und anderen Bernern - Samba Tanzen zum Schottisch
Mit "Charta von Bern", einem Theaterprojekt mit Immigranten und anderen Bernern, hat das Stadttheater Bern seine unter dem Motto "Fremde" stehende Saison 2007/08 abgeschlossen. Die Erwartungen wurden tief gehängt, die Platzzahl beschränkt und nur drei Vorstellungen angesetzt. Und bis kurz vor Schluss sah es tatsächlich nicht nach einem Erfolg aus.
Von Irene Widmer



JUNGES SCHREIBEN IN DER SCHWEIZ (2007)

Innocent Naki: Die Seilbahn übers Nebelmeer
Der Schriftsteller Innocent Naki aus der Republik Elfenbeinküste hat trotz schlechten Erfahrungen ein heiteres Bild von seiner neuen Schweizer Heimat.
Von Willi Wottreng

Barbara Saladin: "Das Alphorn ist nicht politisch"
Barbara Saladin hat Kurzgeschichten und einen Roman veröffentlicht. Im Winter wird der Spielfilm "Welthund" in die Kinos kommen, zu dem sie das Drehbuch geschrieben hat. Eine filmreife Szenerie bietet auch die Routenwahl, die sie für diese Serie ausgewählt hat: die Albulastrecke der Rhätischen Bahn.
Von Bruno Rauch

Ivna Zic: "Ich bin eine Weltenerfinderin"
Auf welchem Boden steht man, wenn man sich zwischen mehreren Welten bewegt? Dieser Frage geht Ivna Zic immer wieder schreibend nach. Ihre Texte hat sie bereits mehrmals öffentlich vorgetragen, unter anderem im Literaturhaus Zürich.
Von Ursula Binggeli

Eugénie Boillet: Mit beiden Füssen auf welschem Boden
Sie liebt Spinnen und Vögel, macht Musik und schreibt. Mit einem kleinen, aber sehr sympathischen Buch hat die junge Lausannerin Eugénie Boillet vor zwei Jahren die Aufmerksamkeit der welschschweizerischen Presse auf sich gezogen.
Von Beat Sterchi

Darja Stocker: "Die Schweiz dürfte solidarischer sein"
Darja Stocker, 24-jährige Autorin des Erfolgsstücks "Nachtblind", ist in der Stadt Zürich aufgewachsen - schaut und bewegt sich aber weit darüber hinaus. Wir reisen nach Goumois am Doubs, der hier die Schweiz und Frankreich trennt.
Von Karl Wüst

Julien Burri: "Meine Heimat sind die Berge, der See, die Stadt"
Der Lausanner Julien Burri ist ein feinsinniger, sprachbewusster Poet. In der Schweiz fühlt er sich frei und wohl, gleichzeitig aber in mancher Hinsicht als Aussenseiter.
Von Roland Maurer

Roman Flepp: "Ich lebe als Romane in der Schweiz ­ Punkt"
Er lebt als weltoffener Geist im deutschsprchigen Chur. Seine Texte aber schreibt Roman Flepp in Rätoromanisch. Und immer wieder zieht es ihn in sein Heimatdorf Breil zurück.
Von Frank von Niederhäusern

Oliver Scharpf: "In der Schweiz gibt es viele offene Türen"
Er schreibt im stillen Kämmerlein, inspirieren aber lässt er sich in Kaffeehäusern und öffentlichen Parks: der Tessiner Autor Oliver Scharpf. Die Politik sagt ihm nichts, die Schweiz aber schon.

Lorenz Langenegger: "Wir gehören zu Europa"
Um schreiben zu können, braucht er einen intimen Rahmen. In diesem entwirft er grossräumige Welten. Lorenz Langenegger findet mit seinen Theaterstücken über die Schweiz hinaus Anerkennung.
Von Ursula Binggeli



LANDESSPRACHEN - WIE WEITER? (2006)

Ungelöste Sprachenfrage an den Urner Schulen - "Es wird wieder trendy, Italienisch zu lernen"
Seit einem Jahr lernen im Kanton Uri die Primarschülerinnen und Primarschüler ab der dritten Klasse Englisch als einzige obligatorische Fremdsprache. Zuvor stand zehn Jahre lang Italienisch auf dem Lehrplan. Haben die Landessprachen in der Schweiz eine Zukunft? Welches Fremdsprachenmodell setzt sich durch, und was ist in dieser Hinsicht vom neuen Bildungsartikel zu erwarten? Ein Gespräch in Altdorf.
Von Karl Wüst

Das Englisch-Projekt im Kanton Appenzell Innerrhoden - "Wir müssen tun, was für uns sinnvoll ist"
Seit fünf Jahren ist an den Primarschulen im Kanton Appenzell Innerrhoden Englisch Trumpf. Ein Besuch im Schulhaus Schlatt.
Von Karl Wüst

Franz Aebischer: engagierter Deutschfreiburger - Vom Umgang der Minderheit mit der Minderheit
Was für die sprachlichen Minderheiten in der Eidgenossenschaft selbstverständlich ist, muss von den deutschsprachigen Freiburgern in ihrem Kanton immer neu verteidigt werden. Ein Kämpfer für die Rechte dieser Minderheit ist der Poet und Naturbestatter Franz Aebischer.
Von Beat Sterchi

Vielsprachigkeit bei den SBB Unter einem Dach sprechen, comprendre, parlare
Die SBB sind ein fahrendes Spiegelbild der Nation und praktizieren die Vielsprachigkeit im Umgang mit dem Volk. Mit dem Pilotprojekt "Comunika" müssen nun auch Führungskräfte der Bahn vermehrt Landesprachen büffeln.
Von Roland Maurer

Deutschschweizer Studierende in der Westschweiz - Abenteuer ennet des Röstigrabens
Dem Bedauern über den Verlust der Verständigung zwischen deutscher und welscher Schweiz steht ein wenig beachtetes Phänomen entgegen: Immer mehr junge Menschen aus der deutschen Schweiz studieren in der Romandie. Zwei junge Leute geben Auskunft.
Von Marianne Biedermann

Rumantsch Grischun als neue Schulsprache in Graubünden - Die Pioniere vom Val Müstair
Obwohl heftig umstritten, wird die Kunstsprache Rumantsch Grischun an den Schulen in Romanischbünden eingeführt. Die Vorreiterrolle hat das periphere Val Müstair übernommen.
Von Frank von Niederhäusern

Die Sprachpolitik des Schriftstellerverbandes - Zwischen ansässigen und zugeflogenen Landessprachen
Die obersten Kulturverantwortlichen in diesem Land wollen eine viersprachige Schweiz; der von ihnen subventionierte Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller hat ganz andere Ideen.
Von Willi Wottreng

Studien- und Informationsgruppe "Coscienza Svizzera" - "Die brennenden Fragen vorwegnehmen"
Die Studien- und Informationsgruppe "Coscienza Svizzera" macht sich für die Pflege der Landesprachen stark und möchte das Bewusstsein für Gegenwartsfragen der Schweiz schärfen. Ein Besuch beim Präsidenten Fabrizio Fazioli und dem Linguisten Alessio Petralli.
Von Roland Maurer

Theaterlexikon der Schweiz - Vier Sprachen, vier Welten, ein Buch
Alle vier Landessprachen friedlich zwischen zwei Buchdeckeln vereint ­ dieses Kunststück hat die Redaktion des 2005 erschienenen Theaterlexikons der Schweiz vollbracht. Ein rückblickender Werkstattbericht.
Von Ursula Binggeli

Frühenglisch in Nidwalden - "Die Meinungen waren schnell gemacht"
Im Kanton Nidwalden hat der Landrat vergangenen Herbst das Französisch aus der Primarschule verbannt und dem Englischen den Vorzug gegeben. Eine Spurensuche nach den Gründen.
Von Ursula Binggeli



SPRACHBRÜCKEN BAUEN (2005)

Marie-José Béguelin: Forscherin im Sprachlabor Schweiz
"Die Schweiz ist ein Labor mit vielen Sprachen", sagt Marie-José Béguelin, "und das soll so bleiben." Aufgewachsen ist sie in Delémont. Seit fünfzehn Jahren lehrt sie an der Universität Neuenburg französische Linguistik.
Von Karl Wüst

Astrid Starck: "Jiddisch ist grenzüberschreitend und multikulturell"
Das Jiddische, beinahe untergegangen in der Shoah, erlebt heute eine Renaissance. Astrid Starck, Lektorin an der Universität Basel, vermittelt die alte Sprache jungen Frauen und Männern.
Von Ursula Binggeli

Markus Baumer: "Kulturarbeit ist wie improvisieren in der Musik"
Er tanzte immer schon auf mehreren Hochzeiten, spricht fliessend und akzentfrei Berndeutsch, Französisch, Züritüütsch sowie die Sprachen von Musikern, Wirtschaftsmanagern und Politikern: Markus Baumer, der Kulturbeauftragte der Stadt Freiburg.
Von Roland Maurer

Annalisa Cathomas: "Unsere Zweisprachigkeit ist ein Geschenk"
Sie pendelt nicht nur zwischen Ilanz und Disentis, sondern auch zwischen den Sprachen der Surselva. Annalisa Cathomas will das Rätoromanische in die Zukunft retten, indem sie sich für eine gelebte Zweisprachigkeit engagiert.
Von Frank von Niederhäusern

Heset Grabovci: "Über das Rasen reden ist Integration"
Balkanraser kommen zusammen und diskutieren übers Autofahren, über Verkehrsgesetze und Unfallzahlen. Auf Initiative eines Sprachvermittlers, der erkannt hat: Sprache vermitteln heisst auch Kultur vermitteln.
Von Willi Wottreng

Daniel Ludwig: Fährmann zwischen Welten
Der Schauspieler und Autor Daniel Ludwig besitzt eine ungewöhnliche interkulturelle Beweglichkeit. Mit Bühnenauftritten in mehreren Sprachen hat er sich einen Namen gemacht.
Von Beat Sterchi

Sylvie Antonini: "Alle Schweizer sollen drei Sprachen lernen"
Im Tessin Deutsch zu unterrichten ist spannend und anspruchsvoll, auch wenn bei diesem Unternehmen einige Klippen zu umschiffen sind. Sylvie Antonini, Lehrerin an der Scuola Media von Gravesano, hat darüber einiges zu erzählen.
Von Roland Maurer

Karin Schulthess: "Gebärdensprache ist Musik für die Augen."
Wenn Karin Schulthess Gehörlosen in Gebärdensprache vermittelt, was Hörende sagen, gibt sie nicht nur die Wörter wieder, sondern auch den Tonfall, die Sprechweise, die Lautstärke. Die Umsetzung gesprochener Sprache in visuelle Signale (und umgekehrt) erfordert höchste Konzentration.
Von Ursula Binggeli

Brigitte Bangerter: "Jeder hat das Recht auf eine neue Chance"
Seit fünf Jahren unterrichtet Brigitte Bangerter in der Pöschwies, der grössten Strafanstalt im Kanton Zürich, Deutsch für Fremdsprachige. Sie vermittelt Sprachkenntnisse, bringt Abwechslung in den Gefängnisalltag - und unterstützt die Hoffnungen der Gefangenen auf ein normales Leben danach.
Von Steffen Lindig



VIELSPRACHIGE SCHWEIZ (2004)

"Exotische" Fremdsprachenkurse - "Ich wollte einfach nicht mehr als Sprachloser reisen"
Arabisch, Chinesisch, Brasilianisch, Russisch ­ solche Sprachen
gelten hierzulande als "exotisch". Der Volksmund sowie Mitarbeitende
von Sprachschulen verpassen ihnen dieses Etikett. Doch immer mehr
Leute wollen "Exotisches" kennen lernen.
Von Roland Maurer

Das Jenische: die blumigste Sprache im Land
Farbig wie Magerwiesen an der Landstrasse ist diese Sprache. Und
doch den meisten verborgen: das Jenische.
Von Willi Wottreng

Die Schweiz, Land der 200 Literaturen - Lesen in der Muttersprache unterstützt Integration
In der Schweiz werden gerne Bücher aus fremden Kulturen gelesen
- auf Deutsch und in mindestens 214 weiteren Sprachen.
Von Irene Widmer

Secondoslang ­ Sprachphänomen oder Modetrend?
In den urbanen Jugendkulturen gilt es als hip, im Secondoslang
zu sprechen. Ein Phänomen, das selbst Akteure und Betroffene nicht
wirklich entschlüsseln können.
Von Frank von Niederhäusern

Integrative Gesamtschule Dreirosen in Basel - Sprachenvielfalt als Chance und Herausforderung
Multikulturelle Schulen setzen heute auf Integration. Mit Erfolg, wie ein Basler Beispiel zeigt.
Von Karl Wüst

Umgang mit fremdsprachigen Tatverdächtigen bei der Polizei
"Als die Ganoven noch meist Schweizer waren, war alles einfacher"
Neben Schweizern begehen hierzulande Menschen aus allen
Weltgegenden Straftaten. Das schafft auch Sprachprobleme. Wie man
sie zu lösen versucht, zeigen Gespräche mit Leuten der Berner
Kantonspolizei und einer Übersetzerin.
Von Roland Maurer

Englisch ­ "Amtssprache" der Musikszenen
Englisch hat sich in der Schweiz längst als fünfte Landessprache
etabliert. Nebst Managern oder Börsianern greifen freilich auch
andere globalisierte Berufsgattungen auf die dominante Weltsprache
zurück. So auch in der Schweizer Jazzszene.
Von Frank von Niederhäusern



REISEN AUF DEN SPRACHGRENZEN (2003)

Fuchs und Has und dies und das - Eine unbekannte Grenze im Jura
Zwischen Welschenrohr und Moutier liegt eine Sprachgrenze, die niemand kennt. Sie provoziert auch niemanden, denn man lebt gut aneinander vorbei.
Von Willi Wottreng

Sprachenmix im Onsernonetal - "Man muss italienisch sprechen und Dialekt mindestens verstehen"
Im steilen, ruhigen Onsernonetal haben immer wieder deutschsprachige Kulturschaffende, Flüchtlinge, Naturbegeisterte, Aussteiger und Erholungsuchende Halt gemacht. Eine Reise dorthin lässt eine Klangkulisse aus Italienisch, Dialekt und Deutsch ertönen.
Von Roland Maurer

Alpines Babylon - Mehrsprachigkeit in Bivio
Mit Amtssprache Italienisch ist Bivio ein Sonderfall der Alpennordseite. In der Oberhalbsteiner Gemeinde werden zudem romanisch, deutsch und mehrere Dialekte gesprochen. Doch mit wachsendem Tourismus setzt die Bevölkerung zunehmend auf Deutsch.
Von Frank von Niederhäusern

Deutsche Sprachinseln im Rätoromanischen - Dante errötet und Goethe weint
Kinder legen in fremden Sprach- und Dialektgebieten das elterliche Idiom oft schon im Kindergarten ab. Die Walser aber, die im Hochmittelalter vom Oberwallis aus die Alpen bis Österreich kolonialisierten, haben ihren Dialekt 700 Jahre lang beibehalten. Fast.
Von Irene Widmer

Das Bargaiot - Bergeller Dialekt im Durchzug
Das Bergell verbindet Nord und Süd. Das wirbelt auch die Sprachen durcheinander. Ein Augenschein.
Von Karl Wüst

Norbert Furrer - Pendler zwischen den Sprachen
Sprachen sind die Passion Norbert Furrers. Der Autor von "Die Vierzigsprachige Schweiz" ist Reisender entlang den Sprachgrenzen, überschreitet sie aber auch: Der 51-jährige Deutschschweizer lebt in Moudon und ist Geschichtsdozent in Bern.
Von Petra Stöhr Bellingen

Zwei Welten im Kopf - Porträt einer schwankenden Genferin
Sie lebt in zwei Sprachwelten, Christine Brüngger, Mathematikstudentin in Genf. Ihre Eltern sind als Erwachsene aus der Deutschschweiz eingewandert.
Von Willi Wottreng

Gelebte Zweisprachigkeit in Biel - Friedliche Coexistence mit Nebengeräuschen
Biel/Bienne gilt als kurioses, einmaliges Phänomen. Das Geschwätz vom Röstigraben werde hier, wird gesagt, im gelebten Alltag widerlegt. Wie denn? Ein Rundgang durch die Stadt zeigt auf, was ein Nichtbieler so alles zu hören bekommt.
Von Roland Maurer

Romanisch als Schlüsselsprache - Zweisprachiger Unterricht in Chur
Im deutschsprachigen Chur können die Schulkinder an einem Versuch mit zweisprachigen Primarklassen teilnehmen. Ein romanischer Kindergarten existiert bereits seit Jahrzehnten. Vor allem Kinder und Lehrende schätzen dieses Angebot.
Von Frank von Niederhäusern




Das Bargaiot - Bergeller Dialekt im Durchzug
Lebensnaher Sprachunterricht im Kanton Jura
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